Die NEOS planen einen konkreten Umsetzungsvorschlag, um den Zugang zum Arbeitsmarkt für Asylwerber in Österreich ab dem ersten Tag zu ermöglichen. Dieser Schritt erfolgt nach einem Vorstoß des Tiroler Landeshauptmanns Anton Mattle von der ÖVP, den die NEOS als wichtiges Signal werten. Klubobmann und Integrationssprecher Yannick Shetty kündigte an, diesen Vorschlag nun in die Koordinierung der Regierung einzubringen.

Ziel der Initiative ist es, dass Zuwanderer schneller in die Erwerbstätigkeit integriert werden, um finanzielle Lasten für den Staat zu reduzieren. Shetty betonte, dass Zuwanderer „Steuern zahlen statt Steuern kosten“ sollten. Die Partei sieht hierin eine Chance für eine gemeinsame Lösung mit der Volkspartei, sofern diese die Initiative aufgreift und über erste Wortmeldungen hinausgeht.

Die Forderung nach einem rascheren Arbeitsmarktzugang sei bereits seit der Gründung der NEOS zentraler Bestandteil ihrer Politik. Laut Shetty ergänzt dies das neue Integrationsgesetz, welches Integration ab dem ersten Tag vorsieht. Dabei sollen Neuankömmlinge von Beginn an die deutsche Sprache lernen, lokale Werte kennenlernen und Verantwortung übernehmen.

Die NEOS argumentieren, dass eine restriktive Migrationspolitik und ein schneller Zugang zum Arbeitsmarkt kein Widerspruch zueinander seien. Für die Partei gehört es zur Integration, Menschen die Möglichkeit zu geben, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Shetty hofft nun auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit der ÖVP, um eine konkrete Grundlage für die politische Umsetzung zu schaffen.