Senken und Carbonsate unterzeichnen Europas größten Deal für Biomasse-Speicherung: 50.000 Tonnen permanentes CO2-Removal

17.08.2026

Der mehrjährige Offtake sichert bis 2028 permanentes CO2-Removal aus Carbonsates Puro.earth-verifiziertem Projekt zur geologischen Biomasse-Speicherung in Namibia, geprüft nach Senkens Sustainability Integrity Index mit über 600 Datenpunkten.

BERLIN, 17. August 2026 /PRNewswire/ -- Senken kündigt heute den größten bislang in Europa unterzeichneten Deal für Biomasse-Speicherung an: einen mehrjährigen CO2-Removal-Offtake mit dem Berliner Unternehmen Carbonsate über 50.000 Tonnen permanentes CO2-Removal zwischen 2026 und 2028.

Senken and Carbonsate sign Europe's largest Biomass Storage deal with 50k tonnnes of carbon removal

Über die Vereinbarung

Die Lieferungen beginnen noch in diesem Jahr. Die Vereinbarung ist weltweit die zweitgrößte Abnahmeverpflichtung in der Kategorie geologische Biomasse-Speicherung (Biomass Burial), und die größte für ein in Afrika betriebenes Projekt. Permanentes Removal ist nach wie vor knapp: Der gesamte Markt hat bis heute rund 1,5 Millionen Tonnen geliefert, allein diese Abnahmeverpflichtung entspricht etwa 4% davon.

„Die Nachfrage nach permanentem CO2-Removal übersteigt schon jetzt das Angebot: Die Net-Zero-Ziele der Unternehmen richten sich alle auf denselben kleinen Pool verifizierter Kapazität. Diese Lücke wird den Markt im kommenden Jahrzehnt prägen. Wir haben uns über mehrere Jahre verpflichtet, um europäischen Käufern Zugang zu glaubwürdigem Removal zu Preisen zu sichern, mit denen sie planen können."

Adrian Wons, CEO, Senken

„Langfristige Commitments wie dieses geben Projektentwicklern die Sicherheit, Kapazitäten bereits vor der Nachfrage aufzubauen. Diese Vereinbarung unterstützt den Ausbau unserer Speicherstandorte in Namibia und bringt substanzielles neues Angebot an verifiziertem CO2-Removal mit hoher Integrität in den Markt."

Johanna Bröll, Mitgründerin und CEO, Carbonsate

Über das Projekt

Biomasse-Speicherung, auch Biomassevergrabung (Biomass Burial) genannt, verhindert, dass der im Restholz gebundene Kohlenstoff in die Atmosphäre zurückkehrt: In speziell konstruierten unterirdischen Kammern versiegelt, kann das Holz weder verbrennen noch verrotten, und der Kohlenstoff bleibt für Jahrhunderte gebunden. Und weil die Methode keinen energieintensiven Abscheidungsschritt benötigt, liefert sie Permanenz zu einem Bruchteil des Preises von Direct Air Capture.

Über Senken

Senken ist ein Beschaffungspartner für CO2-Zertifikate und liefert Zertifikate mit hoher Integrität sowie die Nachweise, um sie gegenüber Auditoren, Vorständen und der Presse zu verteidigen. Mit seinem Sustainability Integrity Index (SII) prüft Senken jedes Zertifikat anhand von über 600 Datenpunkten, lehnt 95% der Projekte am Markt ab und liefert audit-fähige Dokumentation. Senken unterstützt große europäische Unternehmen, darunter Deutsche Telekom, Vodafone und DZ Bank.

Über Carbonsate

Carbonsate entwickelt Biomasse-Speicherprojekte, die permanentes CO2-Removal liefern, indem Restholz in speziell konstruierten unterirdischen Speicherkammern eingelagert wird. Jeder Speicherstandort wird durch ein eigenes MRV-System (Überwachung, Berichterstattung und Verifizierung) unterstützt und unabhängig nach dem Puro.earth-Standard verifiziert.

Kontaktdaten: Katya Pranitskaya; katya@senken.io 

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Purpurfarbene Busse statt Züge: Deutsche Bahn modernisiert Ostbayerns zentrale Magistrale

15.06.2026

Auf einer der wichtigsten Bahnachsen Ostbayerns ruht für ein halbes Jahr der reguläre Zugverkehr. Die DB InfraGO hat die Korridorsanierung der Strecke Obertraubling–Passau gestartet und die Verbindung weitgehend voll gesperrt. Von diesem Sonntag an bis zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember wird die Infrastruktur auf rund 120 Kilometern umfassend erneuert. Das Investitionsvolumen liegt nach Bahnangaben bei rund 1,3 Milliarden Euro inklusive Risikopuffer.

Die Arbeiten schließen unmittelbar an die seit Anfang Februar laufende Generalsanierung der stark befahrenen Strecke Nürnberg–Regensburg an, die bis 10. Juli abgeschlossen sein soll. Auf dem Abschnitt bis Passau erneuert die Bahn Gleise, mehr als 140 Weichen und etwa 90 Kilometer Oberleitungen. Mehrere Stellwerke werden ersetzt oder instand gesetzt, veraltete Relais‑Technik weicht moderner Elektronik. Hinzu kommen eine Eisenbahnüberführung und fünf Personenunterführungen; im Bereich Osterhofen muss an einer Moorstelle nahe der Donau der Untergrund aufwendig verfestigt werden. Acht Bahnhöfe werden modernisiert und mit höheren Bahnsteigen schrittweise barrierefrei ausgebaut – Arbeiten, die bis ins Frühjahr 2027 hineinreichen.

Für Reisende hat die Sanierung gravierende Folgen. Im Nahverkehr richtet die Bahn zusammen mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft ein dichtes Netz an Schienenersatzverkehr ein. Rund 90 Busse sind auf sechs Linien unterwegs; sie und die Wegweiser sind in auffälligem Purpur gestaltet, um die Orientierung zu erleichtern. Im Fernverkehr entfallen die Züge zwischen Nürnberg beziehungsweise Regensburg und Passau sowie weiter nach Wien komplett. Fahrgäste Richtung Österreich werden auf Verbindungen über München verwiesen, zusätzliche Züge über Mühldorf und Salzburg sowie ein Ersatzbusangebot für Passauer Fernreisende sollen die Auswirkungen abfedern.

Aus der Politik kommt grundsätzliche Unterstützung, zugleich aber auch der Hinweis auf die Belastungen für Region und Wirtschaft. Der Parlamentarische Staatssekretär Ulrich Lange betonte, wer eine leistungsfähige, verlässliche Bahn wolle, müsse jetzt entschlossen modernisieren; am Ende profitierten Fahrgäste und Wirtschaftsstandort. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter sprach mit Blick auf den kurzen Abstand zur Baustelle Nürnberg–Regensburg von einer zweiten großen Belastung binnen kürzester Zeit für Fahrgäste und Unternehmen in Ostbayern. Für die Bahn ist der Korridor zwischen Regensburg und Passau zugleich Testfeld für die Strategie, ganze Streckenabschnitte in gebündelten Sperrpausen grundlegend zu erneuern, um langfristig die Pünktlichkeit zu verbessern.