SEG Solar kündigt neue 4-GW-Solarmodulfabrik in den USA an

08.05.2026

HOUSTON, 8. Mai 2026 /PRNewswire/ -- SEG Solar („SEG"), ein führender US-amerikanischer Hersteller von Solarmodulen, gab heute bekannt, dass das Unternehmen eine neue Solarfertigungsstätte mit 4 Gigawatt (GW) in Houston, Texas, errichten wird. Aufbauend auf dem Erfolg seiner ersten 2-GW-Solarmodulfabrik wird diese Erweiterung die jährliche Gesamtproduktionskapazität von SEG für Module in den USA auf etwa 6 GW erhöhen. Der kommerzielle Betrieb der neuen Anlage soll im dritten Quartal 2026 aufgenommen werden.

Die neue Anlage umfasst nahezu 500 000 Quadratfuß (rund 46 000 Quadratmeter) und steht für eine Investition von mehr als 200 Millionen US-Dollar sowie die Schaffung von bis zu 800 neuen Arbeitsplätzen. Diese Expansion ist Teil der langfristigen Lokalisierungsstrategie von SEG und wird dazu führen, dass SEG zu einem der größten Modulhersteller wird, die zu 100 % in US-amerikanischem Eigentum stehen. Die im Inland produzierten Module bieten eine höhere Produktqualität und Rückverfolgbarkeit sowie schnellere Lieferungen, um den Wert für Partner und Kunden zu steigern.

„Diese neue Anlage markiert einen wichtigen Meilenstein für SEG", sagte Timothy Johnson, Bereichsleiter Betrieb von SEG Solar. „Sie wird unsere Fertigungskapazitäten in den USA weiter stärken und gleichzeitig die fortlaufende technologische Innovation unterstützen. Das Werk ist so konzipiert, dass es flexibel Technologien der nächsten Generation, einschließlich HJT, integrieren kann, wenn sich die Branche weiterentwickelt."

Die Ankündigung folgt auf den zuvor bekannt gegebenen Plan von SEG, eine 5-GW-Ingot- und Wafer-Fertigungsanlage in Indonesien zu errichten, deren Baubeginn für das zweite Quartal 2026 vorgesehen ist. Nach der Fertigstellung wird SEG in der Lage sein, Module aus einer vollständig integrierten Lieferkette bereitzustellen, die Ingots, Wafer und Zellen umfasst – eine Fähigkeit, die im heutigen sich wandelnden politischen und handelspolitischen Umfeld zunehmend an Bedeutung gewinnt. SEG wurde von mehreren unabhängigen Dritten für die FEOC-Compliance als PFE-frei validiert und bietet derzeit Module mit PFE-freien Solarzellen an.

Informationen zu SEG Solar

SEG wurde 2021 gegründet und ist ein führender vertikal integrierter PV-Hersteller mit Hauptsitz in Houston, Texas, USA, der sich der Lieferung zuverlässiger sowie kosteneffizienter Solarmodule für Versorger, Gewerbe- und Privatkunden verschrieben hat. Bis Ende 2025 hatte SEG weltweit über 7,5 GW an Solarmodulen ausgeliefert und eine Modulproduktionskapazität von 6,5 GW erreicht.

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Österreich weist drei russische Diplomaten wegen Spionageverdachts aus

04.05.2026

Österreich hat drei russische Diplomaten wegen des Verdachts der Spionage des Landes verwiesen und sie zu „persona non grata“ erklärt. Nach Angaben der Regierung sollen die betroffenen Mitarbeiter der russischen Vertretungen in Wien in Aktivitäten verwickelt gewesen sein, die als nachrichtendienstliche Operationen gelten. Die Außenministerin Beate Meinl-Reisinger betonte, es sei „inakzeptabel“, diplomatische Immunität für Spionage zu nutzen. Laut einer Erklärung aus Wien haben die drei Diplomaten Österreich bereits verlassen.

Nach Berichten des österreichischen Rundfunks ORF sollen die Diplomaten direkt in satellitengestützte Überwachungstätigkeiten involviert gewesen sein. Es geht demnach um mutmaßliche Spionage gegen in Wien ansässige internationale Organisationen unter Nutzung von Satellitentechnik auf dem Gelände der russischen Botschaft und des russischen Diplomatenkomplexes. Die Regierung hatte bereits im April die Aufhebung der diplomatischen Immunität der drei Betroffenen gefordert, Moskau kam dieser Forderung jedoch nicht nach. Die österreichische Außenministerin verwies in diesem Zusammenhang auf die „Vielzahl von Antennen“ auf den Dächern russischer Vertretungen in Wien, die als Sicherheitsrisiko eingestuft werden.

Wien reagiert auf den Fall auch mit einer geplanten Verschärfung des Strafrechts. Bislang ist Spionage durch ausländische Nachrichtendienste in Österreich nur strafbar, wenn sie sich direkt gegen österreichische Interessen richtet. Die Bundesregierung will nach einem Vorschlag des Justizministeriums einen zusätzlichen Tatbestand einführen, der auch die Interessen internationaler Organisationen – etwa der Vereinten Nationen und ihrer Spezialorganisationen mit Sitz in Wien – schützt. Zudem sollen bestehende Spionageparagrafen verschärft werden. Wien ist nach New York und Genf eines der wichtigsten diplomatischen Zentren weltweit und beherbergt zahlreiche internationale Einrichtungen.

Das russische Botschaftspersonal reagierte empört auf die Entscheidung. Die russische Botschaft in Wien bezeichnete die Ausweisung als „ungehörig, unbegründet, politisch motiviert und völlig inakzeptabel“ und kündigte „scharfe Gegenmaßnahmen“ an. Nach Angaben von Medien sind in Österreich rund 220 Mitarbeiter der russischen Botschaft akkreditiert; seit Beginn des russischen Militäreinsatzes in der Ukraine im Jahr 2022 wurden bereits rund ein Dutzend russischer Diplomaten des Landes verwiesen. Nach Zählung der Nachrichtenagentur Reuters summierten sich die Ausweisungen seit 2020 auf 14 russische Diplomaten. Aus Moskau kam zunächst keine detaillierte Reaktion auf die jüngste Entscheidung der österreichischen Regierung.