Pressemitteilung: Das ICANN86 Policy Forum versammelt die globale Internet-Community in Sevilla

28.05.2026

BRÜSSEL, 28. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) wird ihre 86. öffentliche Sitzung, das ICANN86 Policy Forum, vom 8. bis 11. Juni 2026 im FIBES-Konferenz- und Ausstellungszentrum in Sevilla, Spanien, abhalten.

ICANN86 Policy Forum

Die vom spanischen Ministerium für digitale Transformation und den öffentlichen Dienst ausgerichtete ICANN86 wird Teilnehmer aus Regierungen, der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft und der Fachgemeinschaft zusammenbringen, um gemeinsam an politischen, technischen und governancebezogenen Fragen zu arbeiten, die ein grenzüberschreitendes Funktionieren des Internets ermöglichen.

Die ICANN koordiniert wichtige technische Systeme, die für den weltweiten Betrieb des Internets von entscheidender Bedeutung sind, darunter das Domain Name System (DNS) und die IP-Adressen. Die ICANN86, die Halbjahresversammlung der ICANN, wird sich auf die aktuelle Arbeit der Community in Bereichen wie der Bekämpfung von DNS-Missbrauch, dem Zugang zu Daten aus der Domainnamenregistrierung, der Sicherheit und Ausfallsicherheit des DNS, der universellen Akzeptanz, internationalisierten Domainnamen sowie der Steuerung von Systemen konzentrieren, die die weltweite Koordinierung der Internet-Nummernressourcen unterstützen.

Obwohl es sich um technische Themen handelt, haben diese weitreichende Auswirkungen auf das Internet und die 6 Milliarden Menschen, die es nutzen. Sie bestimmen, wie die Sicherheit und Stabilität des Internets gewährleistet wird, wie Missbrauch bekämpft werden kann, wie der mehrsprachige Zugang ausgebaut wird und wie das Internet weiterhin als ein einziges, weltweit kompatibles System funktioniert.

„Die ICANN86 findet zu einer Zeit statt, in der der Frage, wie das Internet koordiniert wird und wie wichtige technische Systeme grenzüberschreitend funktionieren, zunehmend Aufmerksamkeit geschenkt wird", sagte Kurtis Lindqvist, President und CEO der ICANN. „Dies macht das konsensorientierte Multi-Stakeholder-Modell der ICANN umso wichtiger. In Sevilla wird die Community ihre Arbeit an den technischen und politischen Fragen im Zuständigkeitsbereich der ICANN fortsetzen – im Rahmen von Prozessen, die dazu beitragen, das Internet stabil, sicher und weltweit kompatibel zu halten."

Während der ICANN86 werden die unterstützenden Organisationen und Beratungsgremien der ICANN ihre Arbeit an der Entwicklung von Richtlinien und der Beratung zu Themen im Zuständigkeitsbereich der ICANN fortsetzen. Die ICANN hat zudem Studierende und junge Berufstätige eingeladen, sich über „NextGen@ICANN" und das ICANN-Stipendienprogramm in der Community zu engagieren. Zu den Höhepunkten zählen die Eröffnungsplenarsitzung des Governmental Advisory Committee, der Workshop zu DNS-Sicherheitserweiterungen sowie eine Veranstaltung von „DNS Women".

„Spanien freut sich, die ICANN und ihre Community anlässlich der öffentlichen Sitzung der ICANN86 in Sevilla willkommen zu heißen", erklärte María González Veracruz, Staatssekretärin für Digitalisierung und künstliche Intelligenz im spanischen Ministerium für digitale Transformation und den öffentlichen Dienst. „Wir sind stolz darauf, Gastgeber dieses weltweiten Treffens zu sein und die Diskussionen über die Koordinierung der Systeme zu führen, die dazu beitragen, dass das Internet funktioniert und die Menschen miteinander verbunden bleiben."

Die ICANN86 ist nach Barcelona im Jahr 2018 die zweite öffentliche Tagung der ICANN in Spanien.

Die Sitzung findet im Hybridformat statt und bietet sowohl die Möglichkeit zur persönlichen Teilnahme als auch zur Teilnahme aus der Ferne. Die Anmeldung vor Ort ist ab sofort möglich und endet am Sonntag, dem 7. Juni 2026. Die Fernregistrierung ist bis zum Ende der Veranstaltung möglich.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der ICANN86 Meeting Website.

Informationen zu ICANN

Die Aufgabe von ICANN besteht darin, zu einem stabilen, sicheren und einheitlichen globalen Internet beizutragen. Um eine andere Person im Internet zu erreichen, müssen Sie auf Ihrem Computer oder einem anderen Gerät eine Adresse eingeben – einen Namen oder eine Nummer. Diese Adresse muss eindeutig sein, damit Computer wissen, wo sie einander finden können. ICANN hilft dabei, diese eindeutigen Kennungen weltweit zu koordinieren und zu unterstützen. ICANN wurde 1998 als gemeinnützige Körperschaft im öffentlichen Interesse mit einer Gemeinschaft von Beteiligten aus aller Welt gegründet.

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Helmpflicht bis 16 am E-Scooter, bis 14 am E-Bike: Neue Regeln im Überblick

04.05.2026

Österreich zieht angesichts steigender Unfallzahlen bei E-Scootern und E-Bikes die Regeln an. Mit 1. Mai tritt eine Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) in Kraft, die vor allem Jugendliche stärker in die Pflicht nimmt. Kernpunkte sind eine ausgeweitete Helmpflicht für junge Lenkerinnen und Lenker sowie technische Vorgaben und ein niedrigeres Alkohollimit für E-Scooter. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) sieht in den Änderungen einen Schritt zu mehr Sicherheit, fordert aber über die gesetzlichen Mindeststandards hinaus das Tragen von Helmen in allen Altersgruppen.

Die Helmpflicht wird nach Fahrzeugkategorien und Alter differenziert. Auf herkömmlichen, muskelbetriebenen Fahrrädern bleibt es bei der bekannten Regel: Bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr ist ein Helm verpflichtend. Für E-Bikes mit Pedalen steigt die Altersgrenze nun auf 14 Jahre, für E-Scooter gilt ab Mai eine Helmpflicht bis zum 16. Geburtstag. Wer sich nicht daran hält, muss mit saftigen Strafen rechnen: Für 14- oder 15-Jährige ohne Helm am E-Scooter sind theoretisch bis zu 726 Euro Geldstrafe vorgesehen, in der Praxis rechnen Experten mit Beträgen zwischen 50 und 100 Euro. Das KFV verweist zugleich darauf, dass die Mehrheit der Verunfallten deutlich älter ist als die nun gesetzlich erfassten Altersgruppen.

Parallel zu den Altersvorgaben verschärft der Gesetzgeber die technischen und alkoholrechtlichen Bestimmungen für E-Scooter. Künftig müssen die elektrischen Roller mit Blinkern und einer Klingel ausgestattet sein. Zudem sinkt die Promillegrenze für E-Scooter-Lenker von bisher 0,8 auf 0,5 Promille und liegt damit unter jener für Rad- und E-Bike-Fahrer, für die weiterhin ein Limit von 0,8 Promille gilt. Die Anpassungen verstehen sich als Reaktion auf eine hohe Zahl von Unfällen mit E-Scootern, etwa knapp 2.100 Vorfälle in einem Bundesland innerhalb eines Jahres. Eine weitere StVO-Anpassung ist für 1. Oktober angekündigt, sie soll unter anderem E-Mopeds betreffen, die derzeit noch als Fahrräder gelten.

Verkehrssicherheitsexperten und Medizinerinnen mahnen, die neuen gesetzlichen Mindestvorgaben nicht als Obergrenze zu verstehen. KFV-Direktor Christian Schimanofsky betont, dass in Österreich pro Jahr rund 1.000 schwere Kopfverletzungen verhindert werden könnten, würden alle E-Bike- und E-Scooter-Nutzerinnen und -Nutzer einen Helm tragen. Laut KFV sind beim E-Bike 97 Prozent der Verletzten 14 Jahre oder älter, bei E-Scootern sind 82 Prozent der Verletzten 16 Jahre oder älter – also Gruppen, für die keine Helmpflicht vorgesehen ist. Die Anästhesistin und Notärztin Rebana Scherzer verweist auf Schädel-Hirn-Verletzungen als eine der häufigsten Todesursachen nach Unfällen und warnt vor schweren Langzeitfolgen, insbesondere bei älteren Menschen. Das KFV startet daher begleitend zur StVO-Novelle eine Informationskampagne und empfiehlt altersunabhängig das Tragen eines Helms.