Das türkische Fahrzeuguntersuchungssystem, das seit rund 20 Jahren von TÜVTÜRK unter Beteiligung von TÜV SÜD betrieben wird, geht am 15. August 2027 an TURKA über. In dem Markt mit 34,5 Millionen Fahrzeugen basiert die neue Ära auf KI-gestützter Bildverarbeitung, robotergestützten Systemen, berührungsloser Messung, zentralem Datenmanagement und einer digitalen Kundenerfahrung.
ISTANBUL, 2. September 2026 /PRNewswire/ -- Die periodische Fahrzeuguntersuchung heißt in der Türkei umgangssprachlich bis heute TÜV, ein Erbe der TÜV-SÜD-Beteiligung am Betreiber TÜVTÜRK. In den vergangenen rund 20 Jahren entstanden so eine an europäischen Standards orientierte Prüfkultur und ein landesweites Stationsnetz.
Die TÜVTÜRK-Phase endet am 14. August 2027. TURKA, gegründet von der MOI Joint Venture Group, die 2025 die internationale Ausschreibung gewann, übernimmt den Betrieb ab dem 15. August 2027 für 20 Jahre und zahlte dafür eine Konzessionsgebühr von 1,72 Milliarden US-Dollar im Voraus.
3 Milliarden US-Dollar für Technologie und Infrastruktur
In der Türkei sind rund 34,5 Millionen Fahrzeuge zugelassen, jährlich werden etwa 16 Millionen Untersuchungen durchgeführt. Im Rahmen eines rund 3 Milliarden US-Dollar schweren Investitionsprogramms entstehen landesweit 352 Zentren, 249 stationäre und 103 mobile, mit insgesamt etwa 900 Prüflinien.
Erster Schauplatz der Transformation war das 2.500 Quadratmeter große Pilotzentrum für Fahrzeuguntersuchung in Istanbul. In dem Zentrum mit fünf Prüflinien werden KI-gestützte Bildverarbeitung, Sensor- und Lasersysteme, berührungslose Reifenmessung, Unterboden- und Karosserie-Scantechnologien sowie robotergestützte Geräte an echten Fahrzeugen getestet.
Die von Kameras und Sensoren erfassten Daten werden zentral digital zusammengeführt und mit KI-gestützten Systemen ausgewertet; die Messergebnisse werden elektronisch übermittelt. Ziel ist nicht, den Prüftechniker zu ersetzen, sondern seine Entscheidungen mit mehr Daten und automatisierten Messungen zu unterstützen.
Von der europäischen Prüftradition zum Modell der neuen Generation
Das neue System baut auf der über rund 20 Jahre gewachsenen, an europäischen Standards orientierten Prüfkultur auf. Der Sicherheits- und Kontrollansatz etablierter Systeme wie der deutschen Hauptuntersuchung wird künftig durch künstliche Intelligenz, Automatisierung und zentrales Datenmanagement ergänzt.
Die neue Infrastruktur soll neben heutigen Fahrzeugen auch Elektrofahrzeuge, vernetzte Fahrzeuge und Fahrzeuge mit fortschrittlicher Elektronik abdecken. Bis zum 15. August 2027 dient das Pilotzentrum als Labor für Technologietests, die Entwicklung von Betriebsabläufen und die praktische Schulung von Mitarbeitern; die dort entwickelten Standards werden anschließend auf das landesweite Netz übertragen.
TURKA-Verwaltungsratsvorsitzender Halis Ezer erklärte: „Die Türkei verfügt mit ihrem Fahrzeugbestand und ihrem jährlichen Untersuchungsvolumen über eines der größten Fahrzeuguntersuchungsprogramme der Welt. Bei der Gestaltung der neuen Ära nutzen wir das Wissen, das unsere internationalen Partner in unterschiedlichen Rechts-, Kontroll- und Betriebsmodellen in Nordamerika, Europa und Lateinamerika gesammelt haben. Der Unterschied des neuen Systems besteht darin, KI-gestützte Analyse, Automatisierung, zentrales Datenmanagement und digitale Kundenerfahrung nicht einzeln, sondern in einem integrierten Betriebsmodell zusammenzuführen. So schaffen wir landesweit eine standardisiertere, nachvollziehbarere und effizientere Prüfinfrastruktur, die sich an neue Fahrzeugtechnologien anpassen kann und weltweit Vorbildcharakter haben wird."
TURKA wurde von der MOI Joint Venture Group gegründet, die 2025 die internationale Ausschreibung gewann. Dem Konsortium gehören die türkische MetGün-Gruppe, die US-amerikanische Opus Group mit jährlich 30 Millionen Fahrzeuguntersuchungen, das spanische Unternehmen Itversia Gestión mit EU-konformem Betrieb sowie die argentinische VTV Norte an.
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Bei der Verleihung des BRICK AWARD 26 in Wien hat ein vietnamesisches Projekt den Ton für die internationale Ziegelarchitektur vorgegeben: Der Đạo Mẫu-Tempel mit angeschlossenem Museum wurde mit dem Grand Prize ausgezeichnet. Das Gebäude, das laut Veranstalter CO2-negativ errichtet wurde, setzt auf lokale Tonziegel und gilt als besonders ressourcenschonend. Die Gala in der österreichischen Hauptstadt zeigte, wie weit das Spektrum zeitgenössischer Keramikarchitektur inzwischen reicht – von religiösen Stätten in Asien bis zu Industrieanlagen in Lateinamerika.
Der BRICK AWARD wird seit 2004 alle zwei Jahre vergeben und versteht sich als herstellerunabhängige Plattform für Architekturbüros, die mit Ziegeln und Keramik arbeiten. Ausrichter ist der Baustoffkonzern Wienerberger, der mit dem Preis ein internationales Netzwerk von Pionieren der Ziegelarchitektur bündelt. Prämiert wird in fünf Kategorien: „Feeling at home“ für Einfamilienhäuser und kleinere Projekte, „Living together“ für städtische Wohnanlagen, „Working together“ für Gewerbe- und Industriebauten, „Sharing public spaces“ für öffentliche Gebäude und Räume sowie „Building outside the box“ für besonders innovative Ansätze.
Auf der Ebene der Einzelkategorien spiegelten die diesjährigen Gewinner zentrale Branchentrends wider. In der Kategorie „Feeling at home“ wurde ein offenes Einfamilienhaus auf Mallorca ausgezeichnet, das mithilfe speziell gesetzter Wände den Meerblick maximiert und zugleich Privatsphäre schafft. „Living together“ entschied ein gemischt genutztes Gebäude in Barcelona für sich, das nachhaltige Ziegel mit einem sozialen Innenhof kombiniert und damit auf dichte, aber gemeinschaftlich orientierte Stadtentwicklung setzt. In „Working together“ ging die Auszeichnung an ein Lager- und Bürogebäude in Mexiko, das lokale Keramik und vulkanisches Material integriert und so industrielle Nutzung und regionale Baustoffe verbindet.
Erstmals vergab die Jury zusätzlich einen Sonderpreis für innovatives gemeinschaftliches Wohnen. Dieser ging an ein Projekt in Belgien, das wiederverwendete Ziegel einsetzt, um eine nachhaltige Nachbarschaft zu schaffen. Der Fokus auf Recycling, CO2-Reduktion und lokale Materialien zieht sich damit durch zentrale Gewinnerprojekte des BRICK AWARD 26. Für Wienerberger, dessen Aktie zum Zeitpunkt der Meldung bei 22,71 Euro notierte, schärft die Auszeichnung zugleich das Profil als global vernetzter Akteur im Bereich Ziegel- und Keramiklösungen – mit dem nächsten Termin im Finanzkalender, der Quartalsmitteilung am 12. August 2026, bereits in Sichtweite.