HL Klemove und Lenovo schließen Partnerschaft, um den Markt für autonomes Fahren anzuführen

17.09.2026

Gemeinsame Entwicklung von Hochleistungs-KI-Computing-Lösungen (HPC), um globale OEM-Möglichkeiten zu erschließen und Serienproduktionsprogramme auszuweiten

SEOUL, Südkorea, 17. September 2026 /PRNewswire/ -- HL Klemove, der Spezialist für autonome Fahrlösungen der HL Group, hat eine strategische Partnerschaft mit dem globalen IT-Unternehmen Lenovo geschlossen, um den Markt für autonomes Fahren anzuführen. Am 8. September nahmen führende Führungskräfte beider Unternehmen an der Unterzeichnungszeremonie im Forschungs- und Entwicklungszentrum von Lenovo in Shanghai, China, teil, darunter HL Klemove-Präsident Yun Haeng Lee, CTO Dae Gun Hong und CMO Sung Kug Kim sowie Lenovo-Vizepräsident Peter Xu und COO Nix Luo.

HL Klemove President Yun Haeng Lee (right) and Lenovo Vice President Peter Xu (left) pose for a photo at Lenovo’s R&D Center.

Die Partnerschaft wird in mehreren Phasen umgesetzt. Im Mittelpunkt der ersten Phase steht die gemeinsame Entwicklung von HPC-Lösungen für Fahrzeuge, gefolgt von einer zweiten Phase zur Sicherung von Aufträgen und einer dritten Phase für die Serienproduktion. HL Klemove wird die globale Geschäftsentwicklung im OEM-Bereich sowie die Aktivitäten zur Serienfertigung leiten und dabei sein etabliertes Kundennetzwerk, seine lokale Marktexpertise und seine globalen Fertigungskapazitäten nutzen. Aufbauend auf seiner seit 2012 bestehenden Geschäftserfahrung im ADAS-Bereich hat das Unternehmen umfangreiches Know-how in der Serienfertigung von Sensor- und Steuerungskomponenten für ADAS-Systeme der Stufen 2 und 2+ gesammelt. Diese Produkte werden an den weltweiten Produktionsstandorten des Unternehmens in Südkorea, China, Indien und Nordamerika hergestellt. In Kombination mit seinen Systemintegrationsfähigkeiten und mehr als 2.700 Patenten strebt HL Klemove an, seine Position auf dem globalen Markt für Automobil-Computing und ADAS durch die Zusammenarbeit mit Lenovo weiter zu stärken.

„Durch die Kombination der technologischen Expertise, der Vertriebskompetenzen und der Produktionskapazitäten von HL Klemove mit den fortschrittlichen Konstruktionskompetenzen von Lenovo im Bereich der Steuerungen für autonomes Fahren werden wir unseren Wettbewerbsvorteil auf dem globalen Markt ausbauen", sagte Yun Haeng Lee, Präsident von HL Klemove. „Durch diese Partnerschaft werden wir die Entwicklung differenzierter Automotive-Computing-Lösungen beschleunigen, die den sich wandelnden Anforderungen globaler OEM-Kunden gerecht werden."

Peter Xu, Vizepräsident und Leiter des Geschäftsbereichs Automotive Computing bei Lenovo, erklärte: „Lenovo erweitert sein KI-Computing-Geschäft auf den Bereich Automotive Computing, wobei der Schwerpunkt auf autonomem Fahren der Stufe 4 und ADAS liegt. Durch die Nutzung der Fertigungskapazitäten und des globalen Lieferantennetzwerks von HL Klemove werden wir unseren Einstieg in neue Märkte beschleunigen."

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Purpurfarbene Busse statt Züge: Deutsche Bahn modernisiert Ostbayerns zentrale Magistrale

15.06.2026

Auf einer der wichtigsten Bahnachsen Ostbayerns ruht für ein halbes Jahr der reguläre Zugverkehr. Die DB InfraGO hat die Korridorsanierung der Strecke Obertraubling–Passau gestartet und die Verbindung weitgehend voll gesperrt. Von diesem Sonntag an bis zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember wird die Infrastruktur auf rund 120 Kilometern umfassend erneuert. Das Investitionsvolumen liegt nach Bahnangaben bei rund 1,3 Milliarden Euro inklusive Risikopuffer.

Die Arbeiten schließen unmittelbar an die seit Anfang Februar laufende Generalsanierung der stark befahrenen Strecke Nürnberg–Regensburg an, die bis 10. Juli abgeschlossen sein soll. Auf dem Abschnitt bis Passau erneuert die Bahn Gleise, mehr als 140 Weichen und etwa 90 Kilometer Oberleitungen. Mehrere Stellwerke werden ersetzt oder instand gesetzt, veraltete Relais‑Technik weicht moderner Elektronik. Hinzu kommen eine Eisenbahnüberführung und fünf Personenunterführungen; im Bereich Osterhofen muss an einer Moorstelle nahe der Donau der Untergrund aufwendig verfestigt werden. Acht Bahnhöfe werden modernisiert und mit höheren Bahnsteigen schrittweise barrierefrei ausgebaut – Arbeiten, die bis ins Frühjahr 2027 hineinreichen.

Für Reisende hat die Sanierung gravierende Folgen. Im Nahverkehr richtet die Bahn zusammen mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft ein dichtes Netz an Schienenersatzverkehr ein. Rund 90 Busse sind auf sechs Linien unterwegs; sie und die Wegweiser sind in auffälligem Purpur gestaltet, um die Orientierung zu erleichtern. Im Fernverkehr entfallen die Züge zwischen Nürnberg beziehungsweise Regensburg und Passau sowie weiter nach Wien komplett. Fahrgäste Richtung Österreich werden auf Verbindungen über München verwiesen, zusätzliche Züge über Mühldorf und Salzburg sowie ein Ersatzbusangebot für Passauer Fernreisende sollen die Auswirkungen abfedern.

Aus der Politik kommt grundsätzliche Unterstützung, zugleich aber auch der Hinweis auf die Belastungen für Region und Wirtschaft. Der Parlamentarische Staatssekretär Ulrich Lange betonte, wer eine leistungsfähige, verlässliche Bahn wolle, müsse jetzt entschlossen modernisieren; am Ende profitierten Fahrgäste und Wirtschaftsstandort. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter sprach mit Blick auf den kurzen Abstand zur Baustelle Nürnberg–Regensburg von einer zweiten großen Belastung binnen kürzester Zeit für Fahrgäste und Unternehmen in Ostbayern. Für die Bahn ist der Korridor zwischen Regensburg und Passau zugleich Testfeld für die Strategie, ganze Streckenabschnitte in gebündelten Sperrpausen grundlegend zu erneuern, um langfristig die Pünktlichkeit zu verbessern.