FP Markets: Auf dem globalen Anleihemarkt läuten die Alarmglocken

03.09.2026

LIMASSOL, Zypern, 3. September 2026 /PRNewswire/ -- Die Renditen staatlicher Anleihen weltweit sind in den Fokus gerückt und haben ein seit Jahrzehnten nicht mehr gesehenes Niveau erreicht. Zweifellos handelt es sich hierbei um die wichtigsten Zinssätze der Welt, die das Fundament des Finanzsystems bilden. Nahezu jeder finanzielle Vermögenswert leitet sich – direkt oder indirekt – aus den Renditen von Staatsanleihen ab. Und gerade jetzt verschiebt sich dieses Fundament.

Wenn die Renditen von Staatsanleihen in die Höhe schnellen und Mehrjahreshochs erreichen, wird die Welt hellhörig. Dies wirft neue Fragen hinsichtlich ihrer Auswirkungen nicht nur auf Regierungen, Unternehmen und Verbraucher, sondern auch auf andere wichtige Anlageklassen wie Aktien und Währungen auf. 

Das ist nicht nur ein Thema in den USA. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen ist auf über 4,8 % gestiegen – ihren höchsten Stand seit Ende 2023 –, während die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen des Vereinigten Königreichs ebenfalls auf ein Niveau wie zuletzt 2008 stiegen und die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit 1996 kletterte.

Hinter dem Anstieg der Renditen steht eine Kombination verschiedener Faktoren, darunter vor allem anhaltender Inflationsdruck, der durch hohe Energiepreise angeheizt wird; der Preis für Brent-Rohöl liegt um mehr als 30 % über den Tiefstständen vom Juli. Zu den weiteren Faktoren zählen wachsende Haushaltsdefizite der öffentlichen Hand, eine steigende „Laufzeitprämie" sowie die Konkurrenz durch Technologieunternehmen, die eigene Anleihen begeben.

Aaron Hill, Chefmarktanalyst bei FP Markets , erklärte: „Ich glaube nicht, dass es sich bei dem, was wir derzeit beobachten, um einen einmaligen Anstieg am Anleihemarkt handelt. Stattdessen könnte es sich um eine Neubewertung des Risikos handeln. Anleger verlangen eine höhere Rendite für Staatsanleihen mit längerer Laufzeit, da sie weniger darauf vertrauen, dass die Inflation unter Kontrolle ist, und zunehmend bezweifeln, dass die Haushaltsdefizite auf dem derzeitigen Niveau tragbar sind. Das hat Folgewirkungen auf alles."

Die Märkte sind miteinander vernetzt, was bedeutet, dass ein Anstieg des Ölpreises häufig Auswirkungen auf Anleihen und Währungen sowie auf Gold hat. Anleger bei FP Markets können CFDs nicht nur auf Staatsanleihen, sondern auch auf über 70 Währungspaare, wichtige Aktienindizes, eine Reihe von Rohstoffen und ETFs handeln – und das alles über erstklassige Handelsplattformen.

Informationen zu FP Markets:

FP Markets ist ein weltweit tätiger, mehrfach regulierter und preisgekrönter Broker, der 2005 in Sydney, Australien, gegründet wurde. Der Broker bietet über 10 000 CFD-Instrumente in sieben Anlageklassen an, die auf branchenführenden Plattformen verfügbar sind, darunter MetaTrader 4, MetaTrader 5, TradingView und cTrader.

FP Markets unterliegt der Aufsicht der Australian Securities and Investments Commission (ASIC), der Financial Services Authority (FSA) der Seychellen, der Financial Sector Conduct Authority (FSCA) Südafrikas und der Capital Markets Authority (CMA) Kenias.

Weitere Informationen finden Sie auf www.fpmarkets.com

FP Markets Logo

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Greenpeace rechnet mit Milliardenaufwand für Entsorgung von Asbest-Schotter

15.06.2026

Der Asbest-Skandal rund um mehrere Steinbrüche im Burgenland entwickelt sich zu einer Milliardenbelastung für die öffentliche Hand. Nach einer neuen Berechnung der Umweltorganisation Greenpeace wird der materielle Schaden durch Entsorgung und Sanierung mindestens 1,6 Milliarden Euro betragen. Betroffen sind nicht nur das Burgenland, sondern auch Teile der Steiermark, Niederösterreichs sowie Gebiete in Ungarn, in die asbesthaltiges Material geliefert oder verbaut wurde.

Grundlage der Kostenschätzung ist die Annahme, dass seit 1990 rund 26 Millionen Tonnen asbesthaltiges Gestein aus vier Steinbrüchen abgebaut wurden. Greenpeace geht davon aus, dass etwa 20 Millionen Tonnen kurz- oder langfristig auf Asbestdeponien landen werden, während der Rest als Straßenunterbau, Fundamente oder in privaten Gärten in der Umwelt verbleibt und kaum mehr rückholbar ist. Rund 20 Prozent des Abfalls sollen in Form von asbesthaltigem Asphalt anfallen, dessen Deponierung besonders aufwendig ist und künftige Straßensanierungen über Jahrzehnte verteuern dürfte.

Mindestens drei Viertel der veranschlagten 1,6 Milliarden Euro entfallen laut Greenpeace auf die Entsorgung des Materials, der Rest auf Sanierungen. Für die Rechnung wurde ein Entsorgungspreis von lediglich 50 Euro je Tonne angesetzt – etwa die Hälfte des vor Bekanntwerden des Skandals üblichen Marktpreises. Diese Kalkulation sei nur zu halten, wenn rasch neue, sichere und kostengünstige Deponien errichtet werden, etwa in bereits geschlossenen Steinbrüchen, argumentiert Greenpeace. Andernfalls könnten sich die Gesamtkosten nach Einschätzung der Organisation auf mindestens das Doppelte erhöhen.

Die von Greenpeace genannten Summen übersteigen die Umsätze der betroffenen Steinbruchbetreiber deutlich und dürften auch die finanziellen Möglichkeiten des Landes Burgenland überfordern. Die Umweltorganisation drängt daher auf ein Eingreifen des Bundes und fordert, Mittel aus der Katastrophenhilfe bereitzustellen und einen Rahmen für eine kostengünstige Entsorgung zu schaffen. Zugleich verweist sie auf die Verantwortung des zuständigen Umweltministers, für ausreichend Deponiekapazitäten zu sorgen, um Kostenrisiken zu begrenzen und die logistisch aufwendige Räumung der asbestbelasteten Materialien langfristig planbar zu machen.