Störung auf zentraler Alpenroute: Entgleister Güterzug blockiert Brennerstrecke

05.04.2026


Ein entgleister Güterzug hat am Freitagnachmittag den Schienenverkehr auf der Brennerstrecke weitgehend zum Erliegen gebracht. Beim Verlassen des Bahnhofs Brenner auf italienischer Seite sprangen kurz vor 15 Uhr mehrere Waggons eines leeren Güterzugs bei einer Weiche aus den Schienen. In der Folge wurde der Abschnitt zwischen Brenner und Steinach am Brenner komplett gesperrt, wie die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) mitteilten. Die Brennerbahn zählt zu den meistbefahrenen Nord-Süd-Verbindungen im Alpenraum und ist für den Transitverkehr zwischen Italien, Österreich und Deutschland von zentraler Bedeutung.

Die Einschränkungen betreffen sowohl den Nah- als auch den Fernverkehr. Für Fernverkehrszüge wurde ein Schienenersatzverkehr zwischen dem Bahnhof Brenner und dem Innsbrucker Hauptbahnhof eingerichtet. Im S-Bahn- und Regionalverkehr verkehren Busse zwischen Steinach am Brenner und dem Bahnhof Brenner. Auf italienischer Seite werden Züge aus Richtung Süden – etwa aus Venedig und Südtirol – nach Franzensfeste umgeleitet, wo Busse zur Weiterfahrt bereitstehen sollen. Züge in Richtung München sind von der Sperre mitbetroffen; sie wurden zunächst in Sterzing gestoppt und werden nun über Franzensfeste abgewickelt.

Reisende müssen sich auf zum Teil deutliche Verzögerungen einstellen. Die ÖBB empfehlen, bis zu 30 Minuten zusätzliche Reisezeit auf der Brennerstrecke einzuplanen, im Inntal waren am Freitag zeitweise sogar bis zu zwei Stunden Verzögerung möglich. Dort kam es zwischen Zirl und Telfs-Pfaffenhofen aufgrund eines Rettungseinsatzes ebenfalls zu einer mehrstündigen Sperre mit Ausfällen und Verspätungen. Nach Angaben der ÖBB wurden im Zusammenhang mit der Entgleisung am Brenner keine Fahrgäste zurückgelassen; größere Probleme im Ersatzverkehr seien nicht bekannt geworden. Aktuelle Informationen stellt das Unternehmen über seine Website und die ÖBB-Scotty-App bereit.

Wie lange die Brennerstrecke voll gesperrt bleibt, war zunächst offen. Am Freitagabend gingen die ÖBB davon aus, dass die wichtige Alpenquerung „voraussichtlich im Laufe des Samstages“ wieder freigegeben werden kann. Bis dahin bleibt der Abschnitt zwischen Brenner und Steinach für den Zugverkehr blockiert. Die regionalen Regio-Züge der Betreiber Trenitalia und SAD südlich des Grenzbahnhofs Brenner sind laut Angaben vor Ort nicht von der Sperre betroffen und verkehren planmäßig Richtung Süden. Die Ursachen für die Entgleisung des Güterzugs wurden in den Mitteilungen nicht näher ausgeführt.

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ASTA Energy Solutions AG definiert Prüfer- und Vergütungsagenda für 2026

04.05.2026


Die ASTA Energy Solutions AG hat ihre Aktionärinnen und Aktionäre zur dritten ordentlichen Hauptversammlung eingeladen. Das Treffen soll am Montag, 1. Juni 2026, um 14:00 Uhr MESZ im Hotel InterContinental Vienna in der Wiener Johannesgasse stattfinden. Das Unternehmen mit der ISIN AT100ASTA001 will auf der Versammlung zentrale Beschlüsse für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 sowie Weichenstellungen für 2026 fassen.

Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Vorlage des Jahresabschlusses samt Lagebericht sowie des Konzernabschlusses mit Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2025. Die Anteilseigner sollen außerdem über die Verwendung des im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinns entscheiden. Darüber hinaus ist vorgesehen, die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2025 zu entlasten.

Eine weitere Kernfrage betrifft die Corporate-Governance-Struktur in den kommenden zwölf Monaten: Die Aktionäre sollen den Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2026 wählen. Zugleich soll ein Prüfer für die (konsolidierte) Nachhaltigkeitsberichterstattung bestellt werden, sofern eine solche Berichterstattung gesetzlich erforderlich ist. Ebenfalls zur Abstimmung steht eine Vergütungspolitik, die den Rahmen für künftige Bezüge der Organmitglieder vorgibt.

Die Gesellschaft stellt die einschlägigen Unterlagen zur Hauptversammlung ab spätestens 11. Mai 2026 auf ihrer Internetseite unter https://www.astagroup.com/de/investoren/hauptversammlung/ zur Verfügung; sie werden auch am Tag der Versammlung vor Ort aufliegen. Aktionärinnen und Aktionäre, deren Anteile zusammen mindestens 5 % des Grundkapitals ausmachen, können gemäß § 109 AktG zusätzliche Punkte auf die Tagesordnung setzen. Entsprechende schriftliche Verlangen, jeweils mit begründetem Beschlussvorschlag, müssen der Gesellschaft bis spätestens 11. Mai 2026 zugehen – per Post oder Boten an den Sitz in Oed 1, 2755 Oed (Bezirk Wiener Neustadt), per E-Mail mit qualifizierter elektronischer Signatur an hauptversammlung@astagroup.com oder via SWIFT ISO 15022 unter Angabe der ISIN AT100ASTA001.

Formell verlangt das Unternehmen für solche Anträge eine eigenhändige Unterschrift oder firmenmäßige Zeichnung aller Antragsteller, bei elektronischer Übermittlung eine qualifizierte elektronische Signatur beziehungsweise bei SWIFT-Übermittlung eine entsprechende Nachricht (MT598 oder MT599). Die Antragsteller müssen die Aktien seit mindestens drei Monaten vor Antragstellung halten. Mit dieser Ausgestaltung der Aktionärsrechte betont ASTA Energy Solutions formale Teilhabe- und Mitbestimmungsmöglichkeiten im Vorfeld der Hauptversammlung, bevor die Investoren im Juni über Bilanzgewinn, Organentlastungen, Prüfungsmandate und die künftige Vergütungspolitik abstimmen.