Finanzplatz im Wandel: UBS-Projekt mit Stararchitekten

10.03.2026


Die UBS gestaltet den Zürcher Paradeplatz neu und öffnet das Erdgeschoss ihres Hauptsitzes für die Öffentlichkeit. Ab der zweiten Hälfte 2027 sollen exklusive Gastronomiebetriebe und Modemarken einziehen, um das Finanzzentrum zu beleben. Stararchitekten Herzog & de Meuron führen den Umbau durch, der verschlossene Bankfassaden durch Schaufenster, Restaurants und einen grünen Innenhof ersetzen wird. Ziel ist es, eine öffentliche Passage zu schaffen, die den Platz mit der Bahnhofstrasse verbindet.

Zu den prominenten Mietern gehört das Restaurant "Matsuhisa" des Starkochs Nobu Matsuhisa, das japanisch-peruanische Fusionsküche serviert. Hinter der Filiale am Paradeplatz steht Gil Glasenberg, Sohn des Glencore-Milliardärs Ivan Glasenberg. Weitere Gastronomiebetriebe sind das Bleachers Pub des Zürcher Gastronomen Yves Spink und der Matcha Club, der für japanischen Tee und eine minimalistisch-weisse Ästhetik bekannt ist.

Neben der Gastronomie setzt die UBS auf italienische Mode mit den Marken Sease und Eleventy sowie den französischen Möbelhersteller Roche Bobois. Die Fluggesellschaft Swiss plant einen "Experience Hub", und im Untergeschoss ist ein "Wellbeing-Studio" von Artes vorgesehen. Die Mietzinse orientieren sich am Markt, liegen aber unter den rund 10'000 Franken pro Quadratmeter, die in Toplagen der Bahnhofstrasse üblich sind.

Parallel dazu verlegt die UBS mehrere Kunden-Teams an den Paradeplatz, wo künftig rund 4000 Mitarbeitende in den Gebäuden rund um den Platz arbeiten sollen. Dies soll zusätzliches Leben ins Quartier bringen. Das Projekt zielt darauf ab, den derzeit eher kühlen Verkehrsknotenpunkt in einen offenen und attraktiven Ort zu verwandeln, der auf die angrenzende Bahnhofstrasse ausstrahlt.

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Wien macht seine Bahnhofsvorplätze klimafit und grüner

14.03.2026


Wien treibt die Klimaanpassung an stark frequentierten Verkehrsknotenpunkten voran und stellt weitere Bahnhofsvorplätze von Asphalt auf Grün um. Im Rahmen der stadtweiten Offensive „Raus aus dem Asphalt“ werden graue, versiegelte Flächen vor Bahnhöfen systematisch entsiegelt, begrünt und als Aufenthaltsräume neu gestaltet. Die Stadt kooperiert dabei eng mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), um die zentralen Ankunftsorte im Stadtgefüge funktionaler und zugleich klimafitter zu machen.

Zu den bereits umgestalteten Vorzeigeflächen zählt der Praterstern, einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Hauptstadt. Dort wurden laut Stadtangaben 56 neue Bäume gepflanzt, insgesamt spenden nun 101 Bäume Schatten. Die Grünflächen wurden auf 8.000 Quadratmeter verdoppelt, hinzugekommen ist das nach Angaben der Stadt größte Wasserspiel Wiens. Neben der Kühlung standen auch Sicherheit und Komfort im Fokus: Beleuchtung und Unterführung wurden heller gestaltet, Radfahrern stehen 340 Abstellplätze zur Verfügung.

Parallel dazu arbeitet Wien an einer ganzen Reihe weiterer Flächen. Am Julius-Tandler-Platz beim Franz-Josefs-Bahnhof und am Maria-Restituta-Platz bei der Schnellbahnstation Handelskai wurde beziehungsweise wird der Grünanteil deutlich erhöht. Vor dem Hauptbahnhof sollen die Umbauarbeiten noch heuer starten. Für den Bahnhof Floridsdorf ist der Beteiligungsprozess mit der Bevölkerung abgeschlossen, die Planungsphase für den Franz-Jonas-Platz beginnt. In der Donaustadt entsteht bei der U2-Station Aspern Nord ein neuer Öffi-Knoten: Der Nelson-Mandela-Platz soll ab Sommer als begrüntes Eingangstor zur Seestadt Aspern fungieren, inklusive großzügiger Grünflächen und 75 neu gepflanzter Bäume sowie einem Brunnen.

Die Stadt verweist auf die Dimension der „Raus aus dem Asphalt“-Initiative: In den vergangenen Jahren wurden demnach mehr als 340 Projekte in ganz Wien umgesetzt, im Straßenraum und auf Plätzen rund 3.300 Bäume gepflanzt und zigtausende Quadratmeter versiegelter Flächen zurückgebaut. Besonders an Bahnhofsvorplätzen – vom Praterstern bis zum Umfeld des Franz-Josefs-Bahnhofs – seien so spürbare Verbesserungen durch Begrünung, Kühlung und gestiegene Aufenthaltsqualität erreicht worden. Die Plätze, die bisher primär als Transit- und Autoverkehrsflächen galten, sollen sich Schritt für Schritt zu attraktiven, sicheren Orten entwickeln, an denen Reisende und Anrainer länger verweilen.