
Die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis hat die strafrechtlichen Ermittlungen zum verheerenden Bar-Brand in Crans-Montana ausgeweitet. Am 5. März 2026 wurden fünf weitere Personen unter Untersuchung gestellt, wodurch sich die Gesamtzahl der Beschuldigten auf neun erhöht. Unter den neu hinzugekommenen Verdächtigen befindet sich der Gemeindepräsident von Crans-Montana, Nicolas Féraud, der seit 2017 im Amt ist und zuletzt im November 2024 wiedergewählt wurde.
Neben Féraud werden ein ehemaliger Gemeinderat, der für öffentliche Sicherheit zuständig war, ein früherer Brandschutz-Verantwortlicher und dessen Stellvertreter sowie ein Mitglied des aktuellen Teams für öffentliche Sicherheit ermittelt. Ihnen werden, ebenso wie den bereits zuvor Beschuldigten, fahrlässige Brandstiftung, fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung zur Last gelegt. Die französischen Eigentümer der Bar Le Constellation, der aktuelle Sicherheitsbeauftragte der Gemeinde und sein Vorgänger gehören ebenfalls zu den neun Beschuldigten.
Der Brand brach in der Neujahrsnacht in der Bar Le Constellation im Zentrum des Schweizer Skiorts aus und forderte 41 Todesopfer. 115 weitere Personen wurden verletzt, viele davon mit schwersten Verbrennungen, die teilweise noch immer im Krankenhaus behandelt werden. Ermittler gehen davon aus, dass Feuerwerksfontänen, die an Flaschen befestigt und zu nahe an die mit Schaum verkleidete Decke gehalten wurden, die Katastrophe auslösten.
Die Staatsanwaltschaft ist damit beauftragt, die genauen Umstände des Brandes aufzuklären und zu prüfen, ob Sicherheitsvorschriften von den Bareigentümern und den Gemeindeverantwortlichen eingehalten wurden. Die Gemeinde hat eingeräumt, dass seit 2019 keine Brandschutzkontrollen in der Bar durchgeführt wurden, obwohl diese jährlich vorgeschrieben sind. Die Beschuldigten sollen im April vernommen werden, wobei für Nicolas Féraud der 13. April als Vernehmungstermin festgelegt wurde.

Spar hat seine Position als größter Lebensmittelhändler Österreichs im vergangenen Jahr weiter ausgebaut. Der Verkaufsumsatz der Supermarktsparte im Inland stieg um 4,2 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro. Der Marktanteil des Handelskonzerns kletterte auf 36,8 Prozent und liegt damit klar vor Rewe mit 32,3 Prozent, wie das Fachmagazin „Key Account“ unter Verweis auf NielsenIQ-Daten berichtete. Auf die Diskonter Hofer und Lidl entfiel ein gemeinsamer Marktanteil von 25,5 Prozent.
Wesentlicher Wachstumstreiber waren die Eigenmarken des Konzerns. Besonders die Discount-Linie „S-Budget“ legte kräftig zu und verzeichnete ein Umsatzplus von 8 Prozent. Insgesamt konnte Spar damit den Abstand zu seinen Mitbewerbern weiter vergrößern. Der Konzern rechnet zudem mit einem zusätzlichen Marktanteilszuwachs von rund 0,2 Prozentpunkten durch die Übernahme von 25 Filialen der Kette Unimarkt. Seit der kartellrechtlichen Freigabe Ende Jänner werden 20 dieser Standorte von selbstständigen Spar-Kaufleuten, fünf direkt von der Spar AG betrieben.
Auf der Ergebnissseite wirkten allerdings mehrere Faktoren dämpfend. Die seit Längerem defizitäre Sporthandelskette Hervis belastete das Konzernergebnis, ehe sie im Jänner verkauft wurde. Zusätzlich drückten Sondersteuern in Ungarn, einem der Auslandsmärkte des Unternehmens, auf die Profitabilität. Spar verweist darauf, dass die Ergebnismarge vor Steuern (EBT) unter 2 Prozent liege und damit deutlich unter jenen großer Industriekonzerne.
Vor diesem Hintergrund kritisierte Spar-Chef Hans K. Reisch eine aus seiner Sicht einseitige Fokussierung der öffentlichen Debatte auf die Handelspreise. Man ärgere sich insbesondere über multinationale Lieferantenkonzerne mit zweistelligen operativen Gewinnmargen, sagte er. Reisch betonte wiederholt, Spar verfüge gegenüber internationalen Markenherstellern wie Procter & Gamble, Johnson & Johnson oder Nestlé über keine Marktmacht. Die von der Politik diskutierten und teilweise umgesetzten Maßnahmen im Bereich Lebensmittelpreise – darunter eine stärkere Grundpreisauszeichnung und Hinweise auf „Shrinkflation“ – ändern an dieser Konstellation aus Sicht des Unternehmens nur begrenzt etwas.